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Scritto con la luce

Die Ausstellung präsentiert Werke verschiedener Künstler, die ohne herkömmliche Kamera (ohne Objektive) entstanden sind. Der Titel bezieht sich auf die gleichnamige Publikation von Cesare Colombo, die 1987 von Gruppo 3M Italia/Electa veröffentlicht wurde und die Geschichte der Fotografie und des Films in Italien bis zu diesem Zeitpunkt nachzeichnet.

Die Gruppenausstellung feiert das 200-jährige Jubiläum der ersten Heliografie, die Joseph Nicéphore Niépce 1826 aus dem Fenster seines Hauses aufnahm und den Titel „Point de vue du Gras“ trägt. Mithilfe einer Lochkamera gelang es Niépce, ein Bild zu schaffen, das erstmals in der Geschichte der Fotografie dauerhaft fixiert wurde.

Die zehn Künstler der Ausstellung präsentieren Werke, die die enge Verbindung zwischen fotografischem Material und Licht verdeutlichen. Françoise & Daniel Cartier (CH), Silvio Wolf (IT) und Pietro D'Agostino (IT) zeigen fotografische Materialien (Film oder Papier), die durch Licht verändert wurden, ohne dass der Fotograf dies direkt steuern konnte. Luigi Veronesi (I), Max Huber (CH) sowie Paola und Bruno Di Bello (I) zeigen Fotogramme, die mit unterschiedlichen und persönlichen Verfahren entstanden sind. Das Bild entsteht dabei aus einer zufälligen, mitunter beiläufigen Kontrolle: Paola Di Bellos Bilder beispielsweise entstehen, indem sie Glühwürmchen auf Fotopapier laufen lässt. Alessandra Calò (I) und Paolo Foletti (CH) präsentieren Fotogramme mit einem erkennbaren, a priori festgelegten Motiv: Calòs Herbarium bzw. Folettis Darstellungen von Frauenkörpern.

Die Ausstellung erhebt weder historisch noch im Hinblick auf die unzähligen Techniken, mit denen in den letzten zweihundert Jahren der Fotografie experimentiert wurde, den Anspruch auf Vollständigkeit. Vielmehr bietet sie eine selektive und persönliche Perspektive: eine Gruppe von Künstlern, die durch ihre Werke die ursprüngliche fotografische Geste neu interpretieren und aktualisieren und sie zu ihrem Wesen – dem Schreiben mit Licht – zurückführen.

Auf diese Weise regt die Ausstellung zur Reflexion nicht nur über die Bedeutung und den Gebrauch der Fotografie als Ausdrucksmittel und Sprache der bildenden Künste an, sondern auch über ihre noch unerforschten Möglichkeiten.

Merkmale

  • Wann
    Von 31.05.2026 bis 07.08.2026
  • Kategorie Kunstausstellungen, Kulturell